Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Faktenverleugnung und Vertuschungen zu homosexuellen Missbrauchsklerikern
  2. Franziskus bei Pressekonferenz: Tod von Benedikt XVI. wurde instrumentalisiert
  3. Auf dem Weg zur Kirchenspaltung
  4. Sex statt Jesus - Öffnet das Bistum Limburg die Tore für Missbrauch?
  5. Das „ZdK“ und die Macht in der Kirche
  6. Gott schütze ÖSTERREICH - Gott schütze WIEN - Wird Glettler neuer Erzbischof von Wien?
  7. Wie sich der österreichische 'Familienbischof' Glettler erneut an die Gay-Bewegung anbiedert
  8. "Viele, die in der Kirche sind, kennen weder die Bibel noch die Lehre der Kirche!"
  9. Diözese Rottenburg-Stuttgart hebt (endlich) alle Corona-Maßnahmen auf
  10. Polnische Delegierte in Prag: „Ich erwarte, dass wir klar darlegen, was die Kirche lehrt“
  11. Ein Löwe der Kirche!
  12. ‚Satanische goldene Medusa’ – Pro-Abtreibungsstatue auf New Yorker Gerichtsgebäude
  13. Corona-Studie: Hat die Maskenpflicht gar nichts gebracht?
  14. "Der Papst hat Recht, wenn er dem Synodalen Weg vorwirft, eine Elitenveranstaltung zu sein"
  15. Kirche kann auch ohne Kirchensteuer und ohne Beamtentum funktionieren

Kirchenstreit zwischen Alexandrien und Moskau eskaliert weiter

6. Dezember 2022 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wegen des Vordringens der Russischen orthodoxen Kirche in Afrika hat nun das Patriarchat von Alexandrien die Kirchengemeinschaft ausgesetzt - Moskau hatte diesen Schritt schon 2019 vollzogen


Kairo/Zürich, 5.12.2022 (KAP) Der Konflikt zwischen den orthodoxen Patriarchaten von Alexandrien und Moskau eskaliert weiter. Das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Alexandrien hat nun auch seinerseits mit Moskau gebrochen und die Kirchengemeinschaft ausgesetzt. Das berichtet der "Nachrichtendienst Östliche Kirchen" (NÖK)  in seiner aktuellen Ausgabe.  Auf der jüngsten Sitzung der Synode des Patriarchats Ende November wurde demnach beschlossen, dass Patriarch Theodoros II. von Alexandrien bei Gottesdiensten künftig den russischen Patriarchen Kyrill nicht mehr kommemorieren wird. Die Kommemorierung eines Oberhaupts einer orthodoxen Kirche gilt in der Orthodoxie als Zeichen für die Kirchengemeinschaft.

Im Verlauf dieses Jahres habe Theodoros Patriarch Kyrill mehrfach in Briefen dazu aufgerufen, das Exarchat aufzulösen, jedoch keine Antwort erhalten, hieß es vonseiten Alexandriens. Deshalb habe die Hl. Synode diesem nun die eucharistische Gemeinschaft aufgekündigt. Kyrill kommemoriert den Patriarchen von Alexandria schon seit Dezember 2019 aufgrund des innerorthodoxen Ukraine-Konflikts nicht mehr.


Das Patriarchat von Alexandrien betrachtet ganz Afrika weiter als sein alleiniges kanonisches Territorium. Die Russisch-orthodoxe Kirche (ROK) kündigte Ende 2019 die eucharistische Gemeinschaft mit Patriarch Theodoros II. von Alexandria und ganz Afrika auf, nachdem dieser die neue eigenständige (autokephale) Orthodoxe Kirche der Ukraine anerkannte hatte. Zudem erklärte das Moskauer Patriarchat die alexandrinische Kirche für "schismatisch" und sprach ihr das Recht ab, Afrikaner für die Orthodoxie zu missionieren.

Die ROK gründete infolge im Dezember 2021 ein eigenes Exarchat für Afrika, und breitet sich seither verstärkt auf dem Kontinent aus. Oberhaupt des Exarchats ist Metropolit Leonid (Gorbatschov) von Klin. Dutzende von lokalen Geistlichen haben sich dem Exarchat angeschlossen, ebenso ein Kloster, zudem arbeitet das Exarchat seine Strukturen aus, wobei es auch von Staaten auf dem Kontinent offiziell anerkannt wird. Zuletzt gab es diesbezüglich etwa heftige innerorthodoxe Auseinandersetzungen in Nigeria, wie das Portal "orthochristian" berichtete.

Die Hl. Synode von Alexandrien beschloss zudem, Metropolit Leonid seine Priesterwürde abzuerkennen. Grund sei eine "Reihe von kanonischen Vergehen", darunter das Eindringen in die Jurisdiktion der antiken Kirche. Zudem verurteilte sie die Verbreitung der Idee der "Russischen Welt".

Metropolit Leonid erklärte derweilen, die Entscheidung der Hl. Synode werde sich auf seine Arbeit überhaupt nicht auswirken. Ihn seines Amtes entheben, könne nur die Kirche, in der er diene.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 6. Dezember 2022 
 

Die Folgen der Politik Putins

Russland (übrigens auch China) versucht seinen Einfluss auf afrikanische Staaten auszuweiten. Die Anerkennung der selbstständigen orthodoxen Kirche der Ukraine unter Metropolit Epiphanios, durch das Patriarchats von Alexandria, hat der KGB-Patriarch Kyrill zum Anlass genommen in eine fremde Jurisdiktion einzubrechen. Ein schweres kanonisches Verbrechen, welches auch von Konstantinopel verurteilt wurde. Natürlich verbreitet dieses räuberische Exarchat die Expansionsidee von" Ruusskyj mir = russische Welt". Die Rechnung, welche die russisch-orthodoxe Kirche nach Putin und Kyrill dafür zahlen wird müssen, wird schrecklich sein!


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Franziskus bei Pressekonferenz: Tod von Benedikt XVI. wurde instrumentalisiert
  2. Auf dem Weg zur Kirchenspaltung
  3. Gott schütze ÖSTERREICH - Gott schütze WIEN - Wird Glettler neuer Erzbischof von Wien?
  4. Sex statt Jesus - Öffnet das Bistum Limburg die Tore für Missbrauch?
  5. Faktenverleugnung und Vertuschungen zu homosexuellen Missbrauchsklerikern
  6. Das „ZdK“ und die Macht in der Kirche
  7. Ein Menschenbild und eine Erziehung, die einem vorkommt, als stamme sie aus einem Horrorfilm!
  8. "Viele, die in der Kirche sind, kennen weder die Bibel noch die Lehre der Kirche!"
  9. Erzbischof Chaput: „Tod von Ratzinger und Pell ist schwerer Verlust für die Kirche“
  10. Ein Löwe der Kirche!
  11. Wie sich der österreichische 'Familienbischof' Glettler erneut an die Gay-Bewegung anbiedert
  12. Cora Evans - Wird das Mormonenmädchen, dem Unsere Liebe Frau erschienen ist, seliggesprochen?
  13. Neue Untersuchungsberichte zu Missbrauchsskandal um Jean Vanier
  14. Der CDU-Integrationsexperte Ismail Tipi ist mit 64 Jahren gestorben
  15. Verwirrte "Klimasektierer" stören jetzt Hochzeitsmessen mit Kindersärgen

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz