Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Faktenverleugnung und Vertuschungen zu homosexuellen Missbrauchsklerikern
  2. Franziskus bei Pressekonferenz: Tod von Benedikt XVI. wurde instrumentalisiert
  3. Auf dem Weg zur Kirchenspaltung
  4. Sex statt Jesus - Öffnet das Bistum Limburg die Tore für Missbrauch?
  5. Das „ZdK“ und die Macht in der Kirche
  6. Gott schütze ÖSTERREICH - Gott schütze WIEN - Wird Glettler neuer Erzbischof von Wien?
  7. Wie sich der österreichische 'Familienbischof' Glettler erneut an die Gay-Bewegung anbiedert
  8. "Viele, die in der Kirche sind, kennen weder die Bibel noch die Lehre der Kirche!"
  9. Diözese Rottenburg-Stuttgart hebt (endlich) alle Corona-Maßnahmen auf
  10. Polnische Delegierte in Prag: „Ich erwarte, dass wir klar darlegen, was die Kirche lehrt“
  11. Ein Löwe der Kirche!
  12. ‚Satanische goldene Medusa’ – Pro-Abtreibungsstatue auf New Yorker Gerichtsgebäude
  13. Corona-Studie: Hat die Maskenpflicht gar nichts gebracht?
  14. "Der Papst hat Recht, wenn er dem Synodalen Weg vorwirft, eine Elitenveranstaltung zu sein"
  15. Kirche kann auch ohne Kirchensteuer und ohne Beamtentum funktionieren

Emotionaler Papstbrief an ukrainische Bevölkerung

26. November 2022 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus beklagt "absurden Wahnsinn des Krieges", der zu "unermesslichem Schmerz" bei den Menschen führt - Papst an Ukrainer: "Es gibt keinen Tag, an dem ich euch nicht in meinem Herzen und in meinem Gebet trage"


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

In einem emotionalen Brief hat sich Papst Franziskus an die Bevölkerung in der Ukraine gewandt. Neun Monate nach Beginn der russischen Invasion versicherte das Kirchenoberhaupt den Ukrainern darin seine Nähe. "Euer Schmerz ist mein Schmerz", betonte der Papst, in dem auf Donnerstag datierten und am Freitag vom Vatikan veröffentlichten Brief. Er wolle seine Tränen mit ihren verbinden, ihnen sagen, "dass es keinen Tag gibt, an dem ich euch nicht nahe bin und euch nicht in meinem Herzen und in meinem Gebet trage".

In dem auch auf Ukrainisch verfassten Brief beschreibt Franziskus die Situation in der Ukraine in klaren, bildhaften Worten. Er spricht von dem "absurden Wahnsinn des Krieges", von "Terror" und "Aggression". "In eurem Himmel hallen das unheimliche Dröhnen von Explosionen und der bedrohliche Klang von Sirenen unaufhörlich wider. Eure Städte werden von Bomben getroffen, Raketenschauer verursachen Tod, Zerstörung und Schmerz, Hunger, Durst und Kälte."


Spuren von Folter an Leichen und den "Massengräbern, die in verschiedenen Städten entdeckt wurden" ließen nach dem "Warum" schreien. Franziskus erinnerte an die vielen verschiedenen Menschen, die vom Krieg betroffen sind. Etwa die Kinder, "die getötet, verletzt oder zu Waisen gemacht" wurden und den damit verbundenen "unermesslichen Schmerz" der Mütter.

Weiter sprach Franziskus seine "Zuneigung und Bewunderung" etwa den jungen Menschen aus, die ihr Vaterland mutig verteidigten, ebenso Frauen, die ihre Männer verloren oder jenen, die Gewalt erlitten haben. Er denke an die älteren Menschen, genauso wie an die Freiwilligen und Seelsorger, die sich "jeden Tag für die Menschen einsetzen" sowie an die vielen Geflüchteten.

 

"Unermessliche Tragödie"

Das ukrainische Volk habe sich "trotz der unermesslichen Tragödie" nie entmutigen lassen oder sei in Mitleid versunken, lobte der Papst die Menschen. "Die Welt hat ein mutiges und starkes Volk erkannt, ein Volk, das leidet und betet, weint und kämpft, Widerstand leistet und hofft: ein edles und gemartertes Volk", erklärte er weiter.

"Ich bleibe euch nahe, mit meinem Herzen und meinem Gebet, mit meiner humanitären Sorge, damit ihr euch begleitet fühlt, damit ihr euch nicht an den Krieg gewöhnt, damit ihr heute und vor allem morgen nicht allein gelassen werdet, wenn die Versuchung kommen könnte, euer Leiden zu vergessen", so der Papst.

Wie bereits in der Generalaudienz am vergangenen Mittwoch erinnert er in dem Brief an die Hungerkatastrophe "Holodomor" ("Hungermord") vor 90 Jahren. Damals fielen in der Ukraine bis zu acht Millionen Menschen einer von den Sowjets absichtlich herbeigeführten Hungerkatastrophe zum Opfer. Franziskus bezeichnete dies in dem Brief erneut als "schrecklichen Völkermord".

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Franziskus kritisiert politisches Versagen in Argentinien
  2. ‚Dieses Pontifikat ... eine Katastrophe’ – Franziskus-kritische Denkschrift von Kardinal Pell
  3. ‚Wer hat Angst vor Benedikt XVI.?’
  4. Papst Franziskus: ‚Wenn ich das Evangelium rein soziologisch betrachte, bin ich ein Kommunist’
  5. Damit sie ‚mehr Humanität einbringt’: Papst verteidigt Berufung Mazzucatos in Akademie für das Leben
  6. Papst Franziskus: Der Regierung Meloni eine Chance geben
  7. Papst erinnert an Wert des Weihnachtsfestes

Ukraine

  1. Wien: Kardinal Schönborn segnet zwölf Krankenwagen für die Ukraine
  2. Ukraine: Kirchen vereinbaren Arbeitsgruppe zur Kalenderreform
  3. Päpstlicher Nuntius in Kiew hofft auf Weihnachten ohne Raketen
  4. Bischof von Odessa: "Echter Friede" als Weihnachtswunsch
  5. Erzbischof Lackner an Russland: Beendet diesen Wahnsinn!
  6. Ukrainisches Stahlwerk als Krippe im Vatikan
  7. Ukrainischer Bischof: "Betlehem ist heuer in Charkiw"






Top-15

meist-gelesen

  1. Franziskus bei Pressekonferenz: Tod von Benedikt XVI. wurde instrumentalisiert
  2. Auf dem Weg zur Kirchenspaltung
  3. Gott schütze ÖSTERREICH - Gott schütze WIEN - Wird Glettler neuer Erzbischof von Wien?
  4. Sex statt Jesus - Öffnet das Bistum Limburg die Tore für Missbrauch?
  5. Faktenverleugnung und Vertuschungen zu homosexuellen Missbrauchsklerikern
  6. Das „ZdK“ und die Macht in der Kirche
  7. Ein Menschenbild und eine Erziehung, die einem vorkommt, als stamme sie aus einem Horrorfilm!
  8. "Viele, die in der Kirche sind, kennen weder die Bibel noch die Lehre der Kirche!"
  9. Erzbischof Chaput: „Tod von Ratzinger und Pell ist schwerer Verlust für die Kirche“
  10. Ein Löwe der Kirche!
  11. Wie sich der österreichische 'Familienbischof' Glettler erneut an die Gay-Bewegung anbiedert
  12. Cora Evans - Wird das Mormonenmädchen, dem Unsere Liebe Frau erschienen ist, seliggesprochen?
  13. Neue Untersuchungsberichte zu Missbrauchsskandal um Jean Vanier
  14. Der CDU-Integrationsexperte Ismail Tipi ist mit 64 Jahren gestorben
  15. Verwirrte "Klimasektierer" stören jetzt Hochzeitsmessen mit Kindersärgen

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz